Abbuoto Stecklinge (100 Stück)
Description
AUTORISIERTER HÄNDLER
Abbuoto Stecklinge (100 Stück)
Pfropfreiser 1103P - K5BB - S04 - 140RU - 420A (Pfropfreiser, die zum Zeitpunkt des Versands verfügbar sind, werden versandt)
Es handelt sich um eine autochthone Rebsorte aus Latium, die durch eine mittelgroße bis große Traube (ca. 300 g) und Beeren mit dicker, bereifter, schwarz-violetter Schale gekennzeichnet ist. Der Name leitet sich vermutlich vom lokalen Dialektwort abbuotare („füllen, sättigen“) ab. Die Abbuoto-Rebe stellt das Vermehrungsmaterial einer der ältesten und seltensten autochthonen Rebsorten des südlichen Latiums (Gebiet zwischen Itri, Fondi und Sperlonga) dar. Es handelt sich um eine Rotweinsorte, die häufig mit der historischen Produktion des Weins „Cecubo“ in Verbindung gebracht wird.
Ampelographische Merkmale
Trieb (10–20 cm):
- Triebspitze: fächerförmig, wollig behaart, weißlich-grün.
- Apikale Blättchen (1.–3.): leicht eingerollt, wollig behaart, gelblich-grün oder bronzefarben, dreilappig.
- Basale Blättchen (ab dem 4.): entfaltet, nahezu kahl, grün-bronziert.
- Triebachse: kahl, grün mit bronzefarbener Tönung, aufrecht.
Trieb zur Blütezeit:
- Triebspitze: fächerförmig, wollig behaart, gelblich-grün.
- Apikale Blättchen: leicht eingerollt, wollig behaart, grün-bronziert.
- Basale Blättchen: entfaltet, nahezu kahl, grün-bronziert.
- Triebachse: kahl, grün mit bronzefarbener Tönung, hirtenstabförmig gebogen.
- Krautiger Trieb: im Querschnitt nahezu abgeflacht, leicht gerippt, kahl, grün mit braun-weinroten Nuancen und Streifen.
- Ranken: unregelmäßig verteilt, zwei- bis dreigeteilt, grün mit bronzefarbener Basis.
- Blütenstand: groß, zylindrisch-konisch, Traubenteile halbkompakt, Blüten dicht stehend, Stiel grün mit bräunlicher Tönung.
- Blüte: Blütenknospe mittelgroß, kugelig, grüne Krone; geöffnete Blüte: zwittrig, regulär.
- Blatt: Ziemlich groß, fünfeckig, fünflappig; Stielbucht offen U-förmig; obere Seitenbuchten elliptisch, geschlossen oder halbgeschlossen, recht tief; untere Seitenbuchten elliptisch, meist halbgeschlossen, tief. Oberseite kahl, grün, blasig; Unterseite kahl. Blattspreite gewellt, Lappen zurückgebogen; Spitzenwinkel: der mittlere stumpf, die seitlichen spitz. Hauptadern auf der Blattunterseite grün, rosafarben überhaucht, kahl. Zahnung unregelmäßig, in 1–3 Reihen, Zähne mittelgroß, mit auf einer Seite geradem, auf der anderen konvexem Rand, schmale Basis.
- Blattstiel: mittellang bis lang, kräftig, im Querschnitt rundlich, Rinne wenig ausgeprägt, kahl.
- Herbstfärbung der Blätter: gelblich, leicht rot-karmin gesprenkelt und gefleckt, besonders an den Rändern.
- Traube bei technologischer Reife: Ziemlich groß, zylindrisch-konisch, gelegentlich mit ein oder zwei Flügeln, halbkompakt, nicht verrieselungsanfällig; Stiel mittellang und mittelstark, halb verholzt.
Beere: Ziemlich groß, annähernd rund, regelmäßiger Querschnitt; Schale ziemlich dick und fest, schwarz-violett, bereift; Nabel etwas deutlich; Fruchtfleisch weich; Saft farblos oder leicht gefärbt, neutral im Geschmack. Beerenstiel mittellang und mittelstark, gelblich-grün, leicht rosafarben überhaucht. Ablösung der Beere vom Stiel leicht.
Samen: 1–3 pro Beere, ziemlich groß, birnenförmig und leicht bauchig, langer Schnabel, ovale Chalaza. - Verholzter Trieb: Lang, elliptischer Querschnitt, glatte Oberfläche; Rinde haselnussbraun, oft mit dunkler Punktierung, dichte, regelmäßige und ausgeprägte Streifen; Internodien mittellang; Knoten mittelstark hervortretend, gleichfarbig oder leicht violett. Markscheiben mitteldick; Knospen eher klein, kegelförmig; Zahn mittelmäßig hervorstehend.
- Stamm: kräftig.
Phänologie
- Exposition: Südhang, Rebzeilen Ost-West ausgerichtet.
- Erziehungssystem: Spaliererziehung mit einseitigem Kordon (Cordone speronato).
- Schnittform: kurz.
- Pflanzabstand: 2,0 × 1,60 m.
- Boden: Hügellage, tiefgründig, tonig-silikatisch, locker, schwach sauer (pH 6,7).
Vegetative Entwicklung
- Austrieb: eher früh.
- Blüte: normale Zeit.
- Beginn der Reifeverfärbung (Véraison): normale Zeit.
- Verholzung: eher früh.
- Traubenreife: Beginn der normalen Reifezeit, erstes Oktoberdekade.
- Beginn der Blattverfärbung und Blattfall: normale Zeit.
Eigenschaften und Anbaueignung
- Wuchskraft: bevorzugt mittelstark ausgedehnte Erziehungssysteme und kurzen Schnitt.
- Ertrag: mittel, teils gering und unbeständig.
- Position des ersten fruchtbaren Triebs: am 4. oder 5. Knoten.
- Position und Anzahl der Blütenstände pro Trieb: an der Basis des Fruchttriebs keine oder eine; an den übrigen meist zwei Blütenstände.
- Fertilität der Geiztriebe: keine.
- Resistenz gegen Schädlinge und andere Widrigkeiten: bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen Oidium, etwas geringer gegen Peronospora; empfindlich gegenüber Spätfrösten.
- Verhalten bei Vermehrung durch Pfropfung: normal.
PFLANZARBEITEN IM WEINBERG
1. GRABUNG
Führen Sie diese Arbeiten immer aus, wenn der Boden trocken ist.
A) auf Ackerland ist das Pflügen mit dem Pflug ausreichend
B) Bei Neuanpflanzungen den Boden mit einem Bagger aufgraben und die alten Wurzeln so weit wie möglich entfernen. Wenn die Vorgängerkultur ein Weinberg war, ist es ratsam, den Boden mindestens drei Jahre lang brach liegen zu lassen (nach der Auflösung des Weinbergs). Dieses Verfahren stellt eine wirksame Möglichkeit der Abwehr von Bodennematoden dar.
2. FERTILISIERUNG
Verwenden Sie organische Mittel und im Falle einer Wiederbepflanzung Kalkstickstoff. Dieser Dünger hat eine schützende Wirkung auf den Boden und die Pflanzen, insbesondere gegen Pilze.
3. EINPFLANZEN DER BEWURZELTEN STECKLINGE
Die Anpflanzung sollte in gemäßigten Böden erfolgen. Die Veredelungsstelle sollte sich 8-10 cm über dem Boden befinden. Vermeiden Sie das Rasieren der Wurzeln. Bringen Sie so weit wie möglich Sand und/oder Torf in Kontakt mit den Wurzeln (die Wurzel fürchtet sich vor dem Ersticken und braucht eine Mikro-Sauerstoffzufuhr). Düngen Sie niemals punktuell (in der Nähe der Wurzeln). Bewässern Sie die Reben nie vor dem Sommer.
4. FEDERFÜHRUNG
Beim Austrieb muss das Wurzelsystem so schnell wie möglich aufgewärmt werden. Der Boden wird alle 7 bis 10 Tage in zunehmender Tiefe (bis zu 20 cm) wiederholt bearbeitet, wobei die Bodenfeuchtigkeit berücksichtigt wird. Wenn die Triebspitze zu wachsen beginnt, bedeutet dies, dass das Wurzelsystem funktioniert. Erst dann können wir aufhören, den Boden zu belüften. Mangelndes Wachstum aufgrund von Überwässerung wird oft mit Wassermangel verwechselt. Dies führt zu einer teuren, unnötigen oder sogar schädlichen Bewässerung.
5. FRÜHJAHRSKUREN
Schützen Sie die Vegetation vor Falschem Mehltau. Fügen Sie bei jeder Behandlung Stickstoff (N) und Eisen (Fe) als Blattdünger hinzu. Verwenden Sie keine Wurzeldünger.
6. SOMMERPFLEGE
Setzen Sie den Schutz vor Falschem Mehltau mit einem abgesetzten Blattdünger fort. Dieser Schutz sollte am Ende des Sommers verstärkt werden und bis zum Ende der Vegetationsperiode fortgesetzt werden. Der Falsche Mehltau im September/Oktober ist so zerstörerisch, dass er die ganze Pflanze abtötet (wenn sie nicht verholzt ist). Bei der Wurzelrebe findet die Verholzung am Ende des Vegetationszyklus statt, da die Trauben fehlen.
7. TECHNISCHE PRÜFUNG
Wenn unverständliche Anomalien nach Anwendung dieses Verfahrens fortbestehen, wenden Sie sich so schnell wie möglich an einen Agronomen oder den technischen Dienst von VCR, bevor Sie willkürliche Verfahren durchführen, die ungeeignet, kostspielig und/oder verschlimmernd sein könnten.