Isabella Nera Stecklinge (10 Stück)
Beschreibung
AUTORISIERTER HÄNDLER
Stecklinge Isabella Nera (Erdbeertraube) (10 Stück)
Unterlagen 1103P - K5BB - S04 - 140RU - 420A (Wir senden Ihnen den jeweils verfügbaren Transplantatträger zu)
Ampelographische Merkmale
- Junger Trieb: junge Blätter auf der Oberseite schwach goldfarben und auf der Unterseite leuchtend rosa, mit Nerven, die rostfarbene, spärliche Haare tragen, die sich sehr früh anlegen; die jungen Blütenstände treten sofort hervor, sind grün mit weinfarbener Spitze und früh unter der Behaarung der sie umhüllenden Knospenschuppen sichtbar.
- Krautiger Trieb: langgestreckt und schmal, gerade, matt gefärbt, runzlig, in Knotennähe leicht bereift.
- Ranken: durchgehend, kräftig, gelblich-grün oder schmutzig rosa, schwach arachnoid, mit langen, spärlichen Haaren.
- Blatt: groß oder sehr groß, breiter als lang, dick, dreilappig; seitliche Buchten wenig ausgeprägt; Stielbucht tief, eng V-förmig offen und mitunter durch überlappende Lappen geschlossen; Blattspreite in der Mitte blasig und an den Rändern glatter, auf der Oberseite kahl und intensiv hellgrün, auf der Unterseite filzig und gut mit weißem, watteartigem Belag bedeckt; Zähne gerundet, sehr breit, stark zugespitzt, in zwei deutlich getrennten Reihen; Nerven oberseits hellgrün, unterseits stark hervortretend und wollig behaart.
- Blattstiel: lang und dick, grünlich, karminfarben, mit weichen, locker stehenden Haarbüscheln rechtwinklig zur Blattfläche.
- Traube bei technologischer Reife: mittelgroß oder überdurchschnittlich, zylindrisch, an der Spitze abgerundet, lockerbeerig mit kurzen Flügeln; Stiel kurz, am Ansatz verholzt und mitteldick; Rachis grün; Beerenstiele grün, dünn, sehr lang, warzig, mit abgeflachtem Abschluss.
- Beere: größer als durchschnittlich, nahezu kugelig (leicht oval); tief purpurfarben, bei voller Reife fast schwarz, häufiger jedoch rötlich, mit einzelnen grün bleibenden Beeren; stark bereift; zentrale Nabelstelle mit persistierendem Stigma; Schale dick, ledrig, herb und sauer; Fruchtfleisch fest mit stark ausgeprägtem Fox-Ton; Saft schwach rötlich gefärbt, mit wildem und foxigem Geschmack; Bürstchen lang, weinfarben, schwach haftend.
- Kerne: ein bis vier, groß, gruppiert, kurz geschnäbelt; Chalaza und Raphe fehlen und sind durch eine deutlich ausgeprägte kreisförmige Vertiefung ersetzt.
- Verholzter Trieb: violettbraun, in der Mitte der Internodien heller und an den Knoten dunkler; Internodien relativ lang, fein mit flachen, unregelmäßigen Rillen gestreift; Knoten abgeflacht.
- Stamm: kräftig, ausladender Wuchs, stark; alte Rinde wenig haftend, löst sich in schmalen, unregelmäßigen Streifen.
Phänologie
- Beobachtungsbedingungen: durchgeführt in den Weinbergen des Betriebs „Rinascita“ in Spilimbergo (PN) im Zeitraum 1992–1996.
- Höhe: 36 m ü. M.
- Lage: eben.
- Erziehungssystem: Casarsa-Friuli.
- Pflanzabstand: 1,40 × 2,80 m mit Doppelpfahl.
- Boden: kiesig.
Vegetationsphasen
- Austrieb: früh.
- Blüte: früh.
- Reifebeginn (Véraison): spät.
- Traubenreife: spät, IV. Periode.
- Laubfall: früh.
Eigenschaften und Anbaueignung
- Wuchskraft: hoch.
- Ertrag: reichlich.
- Durchschnittliche Anzahl der Blütenstände pro Trieb: 3–4.
- Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und andere Widrigkeiten: ausgezeichnete Resistenz gegen Falschen Mehltau.
Verwendung
- Ausschließlich zur Destillation und als Tafeltraube. Es handelt sich um eine ertragreiche Hybride mit besonders intensivem Aroma und Geschmack mit typischem Fox-Ton. Die Trauben werden daher vergoren und zur Herstellung deutlich duftender und feiner Grappas destilliert. Seit jeher wird sie auch als Tafeltraube verwendet.
PFLANZARBEITEN IM WEINBERG
1. GRABUNG
Führen Sie diese Arbeiten immer aus, wenn der Boden trocken ist.
A) auf Ackerland ist das Pflügen mit dem Pflug ausreichend
B) Bei Neuanpflanzungen den Boden mit einem Bagger aufgraben und die alten Wurzeln so weit wie möglich entfernen. Wenn die Vorgängerkultur ein Weinberg war, ist es ratsam, den Boden mindestens drei Jahre lang brach liegen zu lassen (nach der Auflösung des Weinbergs). Dieses Verfahren stellt eine wirksame Möglichkeit der Abwehr von Bodennematoden dar.
2. FERTILISIERUNG
Verwenden Sie organische Mittel und im Falle einer Wiederbepflanzung Kalkstickstoff. Dieser Dünger hat eine schützende Wirkung auf den Boden und die Pflanzen, insbesondere gegen Pilze.
3. EINPFLANZEN DER BEWURZELTEN STECKLINGE
Die Anpflanzung sollte in gemäßigten Böden erfolgen. Die Veredelungsstelle sollte sich 8-10 cm über dem Boden befinden. Vermeiden Sie das Rasieren der Wurzeln. Bringen Sie so weit wie möglich Sand und/oder Torf in Kontakt mit den Wurzeln (die Wurzel fürchtet sich vor dem Ersticken und braucht eine Mikro-Sauerstoffzufuhr). Düngen Sie niemals punktuell (in der Nähe der Wurzeln). Bewässern Sie die Reben nie vor dem Sommer.
4. FEDERFÜHRUNG
Beim Austrieb muss das Wurzelsystem so schnell wie möglich aufgewärmt werden. Der Boden wird alle 7 bis 10 Tage in zunehmender Tiefe (bis zu 20 cm) wiederholt bearbeitet, wobei die Bodenfeuchtigkeit berücksichtigt wird. Wenn die Triebspitze zu wachsen beginnt, bedeutet dies, dass das Wurzelsystem funktioniert. Erst dann können wir aufhören, den Boden zu belüften. Mangelndes Wachstum aufgrund von Überwässerung wird oft mit Wassermangel verwechselt. Dies führt zu einer teuren, unnötigen oder sogar schädlichen Bewässerung.
5. FRÜHJAHRSKUREN
Schützen Sie die Vegetation vor Falschem Mehltau. Fügen Sie bei jeder Behandlung Stickstoff (N) und Eisen (Fe) als Blattdünger hinzu. Verwenden Sie keine Wurzeldünger.
6. SOMMERPFLEGE
Setzen Sie den Schutz vor Falschem Mehltau mit einem abgesetzten Blattdünger fort. Dieser Schutz sollte am Ende des Sommers verstärkt werden und bis zum Ende der Vegetationsperiode fortgesetzt werden. Der Falsche Mehltau im September/Oktober ist so zerstörerisch, dass er die ganze Pflanze abtötet (wenn sie nicht verholzt ist). Bei der Wurzelrebe findet die Verholzung am Ende des Vegetationszyklus statt, da die Trauben fehlen.
7. TECHNISCHE PRÜFUNG
Wenn unverständliche Anomalien nach Anwendung dieses Verfahrens fortbestehen, wenden Sie sich so schnell wie möglich an einen Agronomen oder den technischen Dienst von VCR, bevor Sie willkürliche Verfahren durchführen, die ungeeignet, kostspielig und/oder verschlimmernd sein könnten.